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now that i am

der moment

ein lächeln. der bass. schreien und ausrasten! – der moment ist jetzt!................................

diese nacht verspricht uns die sterne vom himmel, und morgen wird alles vorbei sein. wir sind alle hier für diesen einen augenblick, verlieren und finden uns im dunkel des nebels, im aufblitzen der farbigen spots, in der helligkeit des neuen morgens. sagen unbekannten mit einem blick, einem lächeln "hallo!" und proben den süßen umsturz dieser situation: jetzt zusammen hier zu sein, wo wir uns doch sonst gegeneinander abgrenzen. sprengen die uns antrainierten perspektiven. und wissen, dass wir morgen wieder aufwachen in einem alltag voller kontrolle und disziplin, in dem wir uns nicht mehr erkennen. was bleibt von dieser erkenntnis, wenn sich glück jedes wochenende aufs neue synthetisch konsumieren lässt? was treibt uns jedes wochenende in die weiten der schwerelosigkeit, in den uferlosen fluss der beats? was, wen suchen wir im kollektiven erleben, in entgrenzung und erschöpfung? – dich, mich, uns?....................

zwischen den schwitzenden körpern, in der verdrehten gymnastik unserer synapsen und darin, wie wir uns beim tanzen anschauen, liegt die antwort. und die ist zugleich ein uneinlösbares versprechen: die sehnsucht nach dem loslassen unseres vermeintlich anderen lebens. und trotzdem wollen wir hinter die fassaden sehen und begreifen, was uns in unseren schienen hält. so instabil und flüchtig dieser augenblick erscheint, können wir uns jetzt auch entscheiden, alles ganz anders zu machen und das in unseren alltag mitzunehmen, was wir großartiges zwischen zwei takten, zwei augenaufschlägen sehen. hier sind wir nicht die blöden schafe im gatter von konsum und spassgesellschaft, für die wir uns sonst immer halten. hier sind wir selbst unsere zukunft, sind rhythmus, subversion und veränderung. verschaffen uns einen spielraum und setzen den beat gegen das, was uns unterdrückt und gängelt, gegen überwachung und ausverkauf unseres lebens, gegen die verwertung unserer fantasie, gegen gleichschaltung und ausgrenzung. unmöglich, hiervon ganz frei zu sein – und doch das reale versprechen von freiheit für den bruchteil einer sekunde. jede und jeder einzelne suchen wir in der unendlichkeit diesen einen moment: now that i am..